Nachbarschaftsrecht oder besser: Nachbarschaftskultur
Wie sagten schon die Alten: Seine Verwandten und seine Nachbarn kann man
sich nicht aussuchen. Also heißt es Rücksicht nehmen und sich arrangieren.
Gerade eine gute Nachbarschaft ist bei Gartenliebhabern wichtig. Allerdings
helfen dabei in manchen Fällen gesetzliche Vorgaben und kommunale
Verordnungen für einen geordneten Rahmen.
Grundlegende Bestimmungen finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB §§
903 bis §§ 924). Aber der Alltag wird meist näher in den Rechtsverordnungen
der Länder und Kommunen geregelt.
Diese betreffen dann Grundstückseinfriedungen sowie Pflanzabstände und
deren Höhen, den Überhang von Ästen, das Umgehen mit Wurzeln, die die
Grundstücksgrenze nicht kennen, Baumschutz, Ruhezeiten bei Außenarbeiten,
Bodenerhöhungen, usw..
Aber wie so oft haben dann Streitigkeiten mehr mit Chemie zu tun und sollten
tunlichst zugunsten einer sozialverträglichen Einigung vermieden werden.
Wenn Sie sich also neu in eine Nachbarschaft einfügen wollen, erkundigen Sie
sich rechtzeitig über die rechtlichen Vorgaben und die gewachsenen
Gepflogenheiten.
Und vielleicht können wir Ihnen bei einem Gespräch vor Ort hilfreiche Tipps
geben. Ein Sichtschutz, ein gestutzter Baum, eine andere Bepflanzung? Oft
sind es nur kleine Eingriffe und die Stimmung passt wieder. Es muss ja nicht
gleich ein neuer Maschendrahtzaun sein.